Warum es WatchMyCalendar gibt
Kurzfassung: Ich habe mir eine Wear-OS-Uhr gekauft, in der Annahme, dass „Smartwatch" auch bedeutet, dass sie weiß, was heute bei mir ansteht. Tat sie nicht. Also habe ich das selbst gebaut.
Der Moment
Der eigentliche Auslöser war unspektakulär: ein Blick aufs Handgelenk vor einem Termin, eine leere Fläche, wo eigentlich mein nächster Termin hätte stehen sollen. Mein Uhrenmodell brachte dafür serienmäßig nichts Brauchbares mit — keine echten Termindetails, keine Uhr-native Kalenderansicht, die diesen Namen verdient. Google hat inzwischen zwar eine eigene Calendar-App für Wear OS nachgereicht, aber die funktioniert nur mit einem Google-Konto und ist längst nicht auf jeder Uhr vorinstalliert. Für alles andere — Outlook, Samsung, CalDAV, geteilte Firmenkalender — bleibt die Uhr bis heute blind.
Warum ich es selbst gebaut habe
WatchMyCalendar ist ein Soloprojekt — kein Team, kein Investor, keine Produkt-Roadmap, die von irgendjemand anderem als mir und dem Feedback der Leute entschieden wird, die es tatsächlich benutzen. Das hat Konsequenzen für alles, was diese App ist und nicht ist:
- Keine Abos. Jeder Tarif ist ein einmaliger Kauf. Ich finde, für eine App, die im Kern „zeig mir meine Termine" macht, hat niemand ein wiederkehrendes Zahlungsverhältnis verdient — auch ich nicht.
- Keine Hintergrund-Telemetrie. Kein Firebase Crashlytics, kein Analytics-SDK, das im Hintergrund mitschreibt. Wenn etwas kaputt geht, gibt es einen „Fehler melden"-Knopf, der eine E-Mail mit den relevanten Diagnosedaten öffnet — mit deiner aktiven Zustimmung, nicht automatisch.
- Ehrliche Roadmap. Die Tarifseitezeigt nur, was tatsächlich gebaut ist — kein Feature-Marketing für Dinge, die es noch gar nicht gibt.
- Ehrlicher Support-Rahmen. Ich beantworte Anfragen selbst — meist innerhalb weniger Tage, aber ohne Ticketsystem, Team oder 24/7-Versprechen im Hintergrund. Bei einem echten Bug hast du meine volle Aufmerksamkeit; bei einem Feature-Wunsch bitte ich um etwas Geduld.
Wie es weitergeht
Die App entwickelt sich in kleinen, ausgelieferten Schritten weiter statt in großen Ankündigungen. Was als Nächstes kommt, hängt stark davon ab, was Leute tatsächlich vermissen, wenn sie die App benutzen — nicht davon, was sich am besten in einem Feature-Vergleich mit der Konkurrenz macht. Wenn dir etwas fehlt oder etwas komisch reagiert, schreib mir — über denFeedback-Kanal oder direkt ansupport@nuumoo.com. Ich lese das selbst.